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KOFELGSCHROA live

Konzert

  • Datum:14. Mrz - 2018
  • Einlass:19:00
  • Eintritt:Early Bird 13 € / VVK 15 €

kofelgschroa @ sakog

Wer sind eigentlich diese vier jungen Männer, die vor 8 Jahren wie eine Erleuchtung aus dem
schönsten Alpentraum der Oberbairischen Landschaftsindustrie in der Stadt erschienen? Aus
Oberammergau kommend, brachten sie ihre Musik, die irgendwo zwischen
Alpenlandschaften und kritisch-weltläufiger Querköpfigkeit pendelt, in die Städte. So hatte
man das noch nicht gehört – und dass ausgerechnet aus diesem Oberammergau-Idyll ein
derartig starker Klangstrudel kommen würde, wer hätte das gedacht?


Mit dem Instrumentarium einer halben Blaskapelle, ergänzt durch Orgel, Zither und
Klanggeschepper, einem Sprachsog aus Dialekt und Hochdeutsch, mit unverstellten Blicken
in die ungesehensten Alltagswinkel haben sie es geschafft, ihren ganz eigenen Kosmos in die
Welt hinauszutragen.


Getrost können wir uns Oberammergau als Zentrum der Kofelschen Welt vorstellen, eine
Welt, die sie in aller Seelenruhe umschlendern, umradeln und umkreisen. Wo auch immer
diese „Alpenhippies“ unterwegs sind, die Verbindung zum Oberammergauer-Mutterschiff
scheint nie abzureißen.


Und nun haben sie mit BAAZ eine neue Umlaufbahn erreicht.
BAAZ das titelgebende Herzstück der Platte, entführt mit psychodelisch angestaubten
Elektrosounds in längst vergessen geglaubte Krautrocksommer. Mit der Ausdauer eines
Hochleistungssportlers pumpt die Helikontuba, während sich eine Orgelmelodie verwegen
gegen und um die Lagerfeuergitarre schraubt, rudimentäres Schlagzeugklirren,
mehrstimmige Männergesänge. Dann wieder die vertrauten Bläsertöne, begleitet von
hintergründigem Orgelschwirren – fast neun Minuten pulst, treibt, wabert und flirrt es –
fliegt raus in den Orbit, um letztlich wieder in immer engeren Kreisen erstaunlich
konzentriert auf der Erde zu landen.


Dann PAULINE – ein instrumentaler Bilderbogen, der aus einem italienischen Filmklassiker
der 60er Jahre zu kommen scheint. Widerstandslos ergibt man sich den Zitherklängen – und
die Frage, wo die jetzt herkommen, wie die da Platz finden und sich reinzupfen in heiße,
südliche Gefilde, erübrigt sich. Im Kopf stellt sich eine seltsame, fast schwerelose Weite ein,
sehnsuchtsvoll, fast wehmütig läuft man auf flimmernden Straßen in längst vergangene
Zeiten.

„Ein Gedankenballon voller Wünsche, Gerüste, Schlösser und Lüste… ein aufgehender Ballon
der gefüllt wird mit Luftschlosshelium und fliegen möchte, endlich rauf zu den
Sternenkollegen, nicht immer unten im pragmatischen Leben und leichter sein als Luft, so
dass du fliegen musst. Doch diese blöde Erdanziehungskraft dich dauernd so schwer und
funktionabel macht. Dich auspatscht und am Boden hält, wie es der Norm – gefällt.“
Und da sind wir schon wieder unterwegs – im BALLON steigen wir mit Kofelgschroa hoch in
den Himmel. Hier kommen sie wieder, die vertrauten, sich drehenden und kreiselnden
Schleifen und Wortschöpfungen, die verdrechselten aber doch so einleuchtenden
Beobachtungen der Welt, die wir so lieben an den vier Oberammergauern. Und von ganz
oben schauen wir mit ihnen auf all das Kleine und scheinbar Banale und plötzlich kreisen
auch wir in ihrer Umlaufbahn.


„Jeden Tag wird’s Abend und bis jetzt ist es immer wieder Morgen gworden. Die Jahre gehen
in Schleife, bin i hinten fertig, fang i an von vorn, ohne Ende ohne Anfang, konstant schnell
oder langsam – ohne Anfang ohne Ende – effizient? Weniger… Die Loopmaschine die hängt,
die Loopmaschine die hängt…“


So geht’s dahin mit der LOOPMASCHINE, in mäandernd schlingernden, endlos gezogenen
und hintergründigen Kurzgeschichten. Das Akkordeon treibt, der Bass pulsiert in immer
gleichem Rhythmus – und dann dieser Gesang, fast schon in höheren Sphären angesiedelt,
sind die das wirklich – können die so singen? Ja, das können die.


Und auch wenn wir mit Kofelgschroa immer mal wieder umschauen, einen Blick zurück
werfen, das Klanguniversum der Vier bleibt doch im Jetzt, streift den Staub aus den Kleidern
und macht den Blick weit für das, was grade im Moment durch die Welt tobt. Auch, aber
eben nicht nur in Oberammergau.


Ganz zum Schluss ziehen wir auch diesmal wieder den Hut und bedanken uns aufs
allerherzlichste bei Micha Acher und Oliver Zülch. Ihr habt das Kofelgschroa-Universum mal
wieder richtig zum Klingen gebracht. Unser lebenslanger Trikont-Kofel-Dank ist Euch sicher.

 

Allerallererste Stimmen:

„Es ist wirklich schwer ein Urteil abzugeben über Musik und noch schwerer ist es, eines abzugeben über
Musikerkollegen. Deshalb hab ich mir angewöhnt, lieber nichts zu sagen wenn mir was nicht gefällt, denn es
wäre schade wenn ich mit meinem Urteil jemanden beeinflusse, sich etwas nicht anzuhören, was er sich sonst
vielleicht angehört hätte. Bei der neuen von Kofelgschroa BAAZ tu ich mich da wirklich leicht. SIE IST EINFACH
NUR GUT. Ich gratuliere. Ich hätte es mit 3-As geschrieben, aber ich komm auch aus einer anderen Gegend.“
Hans Söllner


„Ich hab die halbe Nacht nicht geschlafen, weil ich immer noch grüble, was BAAZ heißt. Aber auch, weil da
diese Orgel in meinem Kopf spielte und dieses Becken schepperte. ich hab das Kofelalbum gestern zum ersten
mal gehört und ich bin hin und weg. Im Vorfeld: Befürchtungen, ob sie mich wieder so sehr kriegen, irritieren
und berühren würden… Sorge unbegründet. Das Wunder leuchtet weiter. Teilweise tönt es, als hätten sie Prog
und Psychedelia gefressen, manchmal hört es sich an wie Barmusik der knarzigsten Art. Ich sehen Gespinste,
Höhlen, Kathedralen. Und Bars eben. Und die Lässigkeit, mit der sie sich hier der Vereinnahmung durch diese
Heimat-Heinis entziehen. Vorsprung durch entspannte Sonderbarkeit! Verliebt:
Eric Pfeil


„…es holpert, es hypnotisiert und es bläst… sie bringen die Herzen ihrer Fans zum rumpeln…“ 
Bayern 2


„… und dann ist es doch wieder da, das Kofelgschroa-Gefühl, dieses Schwelgen in sich schachtelnden
Rhythmen, verwobenen Melodien und Ideen, von denen immer noch mehr herauspurzeln, je öfter man die
Platte hört…“ 
MUH

 

http://www.kofelgschroa.by/

https://trikont.de/

 

Einlass ab 19:00

Beginn: 20:00

Kulturverein Sakog | Trimmelkamer Str. 10, 5120 St. Pantaleon, Österreich
office@sakog.net
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