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Der Vortrag – Theaterstück von Christophe Pellet

Theater

  • Datum:25. Apr - 2019
  • Einlass:19:30

Nachtspiel zeigt als Guerillaproduktion
in Zusammenarbeit mit dem Sakog Kulturwerk
als deutschsprachige Erstaufführung:

 

DER VORTRAG

von Christophe Pellet
Deutsch von Gerhard Willert

Premiere war am 25. 10. 2018 im Theater Phönix Linz

mit: Bastian Dulisch
Regie: Gerhard Willert
Kostüm: Alexandra Pitz
Licht: Helmut Janacs
Musik: live nach Miles Davis

Der einigermaßen erfolgreiche Stückeschreiber und Autor Thomas Blanguernon hat genug von Frankreich, von der französischen Gesellschaft und vom französischen Theater. Er flieht nach Berlin. Doch dann geht ihm das Geld aus. Er nimmt die Einladung zu einem Vortrag auf einer Konferenz zur Krise des Theaters an. So findet er sich plötzlich wieder in einer Kulturinstitution des französischen Staates, und also inmitten all dessen, was er verachtet. Es entspinnt sich ein so virtuoses wie furioses, so gallig komisches wie
abgrundtief trauriges Solo der Verfluchung und Verwünschung, das Le Monde als „eines Thomas Bernhard würdig“ beschrieben hat.

Auf hinterhältige Art und Weise benützt Pellet in diesem 2009 geschriebenen Text die Matrix des Theaters als Sprungbrett für eine radikale Kritik unserer neoliberalen konsumtrunkenen gesellschaftlichen Verfasstheit. Dass er darüber hinaus bereits damals die momentan tobende Migrationsdebatte scheinbar wie nebenbei aufgespiesst hat, kann man nur als visionär bezeichnen.

Ironischerweise wurde Christophe Pellet für Der Vortrag vom französischen Kulturministerium mit dem Grand Prix de Littérature Dramatique ausgezeichnet. Sein Stück Erich von Stroheim wurde letztes Jahr am Nationaltheater Straßburg mit Emmanuelle Béart in der Hauptrolle von Stanislas Nordey inszeniert und ist seither international auf Tournee. Für seinen jüngsten Text APHRODISIA erhielt er, ebenfalls 2017 und auch übersetzt von Gerhard Willert, den Grand Prix der Académie Française. In ihrer Begründung stellt
die Jury Pellet in die Tradition des Theaters der Grausamkeit von Antonin Artaud und stellt fest, dass er den Schrei von Munch zu dramatisieren in der Lage sei. Darüber hinaus dreht Pellet Filme jenseits des Mainstreams, die u.a. im Centre Pompidou gezeigt werden.

Für die deutschsprachige Erstaufführung von Der Vortrag hat sich das aus dem Landestheater Linz entsprungene Nachtspiel spontan vernetzt mit Harald Gebhartl und dem Theater Phönix sowie mit dem langjährigen Schauspieldirektor des Linzer Landestheaters, Gerhard Willert.

Unterstützt von Linz Kultur.

 

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der vortrag

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